Bürgerbus Bredstedt

Was heißt überhaupt Bürgerbus Bredstedt?

Mit dem Bürgerbus wollen wir für Bredstedt und die Umlandgemeinden die Nahmobilität verbessern. Also vor allem älteren Menschen helfen, die nicht mehr so mobil sind. Sie müssen zum Arzt, Friseur oder zum Einkaufen. In Bredstedt gibt es alles, aber im Umland ist wenig oder nichts mehr vorhanden. Auch in Bredstedt gibt es Wohngebiete, aus denen man nicht mehr so einfach in die Stadt laufen kann. Den dort lebenden Menschen möchten wir helfen und eine passgenaue Mobilität mit starker sozialer Komponente anbieten. Im Grundsatz steht der Bürgerbus aber für alle Personen zur Verfügung.

Bürgerbus – das kenne ich aus anderen Orten in Schleswig-Holstein. Das ist kompliziert.

Wir setzen bewusst auf ein einfaches Modell, indem wir alle Fahrgäste an der Haustür abholen. Der Bus fährt nur, wenn wirklich Bedarf ist. Leerfahrten gibt es nicht. Haltestellen fahren wir nicht an und die Fahrten werden kostenlos sein. Niemand muss also Tarife lernen oder Fahrscheine verkaufen. Das ist alles machbar und wird so auch schon in vielen anderen Orten umgesetzt. Die festen Linien überlassen wir den Verkehrsunternehmen, die vom Kreis aus Husum gesteuert werden. Klar ist aber auch: Wenn der Fahrgast es wünscht, fahren wir zum Bahnhof und holen ihn dort nach Rückkehr wieder ab.

Hier im Kreis Nordfriesland gibt es den Rufbus. Den Bürgerbus braucht niemand.

Den Rufbus verfolgen wir von Beginn an mit Interesse. Inzwischen ist das Konzept in allen drei Rufbusgebieten Nordfriesland Nord, Mitte und Süd überarbeitet und vereinheitlicht worden. Der typische Rufbuskunde ist jemand, der den normalen öffentlichen Nahverkehr nutzt. Der Rufbus fährt nur feste Haltestellen an. Das ist beim Bürgerbus nicht der Fall. Und die Mehrzahl der Bürgerbuskunden kann den normalen öffentlichen Verkehr nicht mehr nutzen – so es ihn überhaupt gibt.

Was käme auf mich zu, wenn ich mitmachen möchte?

Sie wären Teil der neuen Bürgerbusgruppe, die aus etwa 20 Personen bestehen wird. Ein Teil übernimmt den Fahrdienst, der andere Teil den Telefondienst. Die Fahrer sind maximal einen halben Tag im Einsatz. Also entweder am Vormittag oder am Nachmittag. Wir wollen mit zwei Fahrtagen pro Woche starten. Der Telefondienst nimmt am Vortag die Anrufe an und erstellt daraus einen Fahrplan. Das wird am Nachmittag für etwa zwei Stunden sein. Sie kämen im Fahr- oder Telefondienst etwa ein bis zweimal pro Monat dran. Die Dienstpläne werden immer für ein bis zwei Monate im Voraus erstellt, so dass Sie entsprechend planen können.

Mal so eben disponieren – das stelle ich mir schwierig vor.

Auf den ersten Blick vielleicht. Aber Sie haben Ortskunde und bekommen in der Projektentwicklung auch noch Unterstützung. Zudem gibt es ein Programm, das die Fahrtenplanung und Disposition unterstützt. Das ist alles machbar. Und schon am Telefon werden Sie die Dankbarkeit der Fahrgäste spüren, die sich über das neue Angebot freuen. Wenn man mal etwas früher oder später fahren muss als eigentlich geplant – kein Problem. Zudem ist Bredstedt mit den Umlandgemeinden ein überschaubares Gebiet.

Ich hätte Interesse. Wie kann ich mich einbringen?

Wir sind noch ganz am Anfang und haben einen Spendenaufruf bei der IB.SH gestartet. Ohne Geld geht es nicht. Mit einer kleinen Spende helfen Sie uns das Projekt voranzubringen. Wir wollen im Herbst mit der Arbeit vor Ort starten.

Wer steht für weitere Fragen zur Verfügung?

Ralph Hintz, Agentur Landmobil, 0171 5508343, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Dr. Holger Jansen, Agentur Landmobil, Tel. 0151 23690066, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termin: Bis zum 2. August 2022 können Sie noch spenden bei der IB.SH